BasiK steht für Kräuter Basis

Viele kennen das Dilemma mit den Küchenkräutern: Hat man das ein oder andere Mal vergessen sie zu gießen, vertrocknen die Kräuter schnell auf der Fensterbank. Allen voran steht das Basilikum: beliebt in der Küche, aber auch sehr anspruchsvoll, denn es benötigt regelmäßig Wassernachschub. Unser Projekt steht daher unter dem Motto „Rettet das Basilikum“ und stellt einen Lösungsansatz für das Überleben von Küchenkräutern dar. 

Unser Ziel war es, eine Art Sprachrohr für die Pflanze zu entwickeln, damit sie ihrem Besitzer kommunizieren kann, wenn sie Etwas benötigt. Beim Nutzer soll langfristig eine Verhaltensänderung erfolgen, sodass er sich selbstständig um die Pflege seiner Küchenkräuter kümmert. Durch die Anthropomorphisierung der Pflanze schaffen wir eine emotionale Bindung und verleihen ihr eine eigene Persönlichkeit ausgehend von ihren Eigenschaften und Bedürfnissen. Für die Umsetzung wählten wir drei der beliebtesten Küchenkräuter: Basilikum, Rosmarin und Schnittlauch. Diese Kräuter stellen eine Art Basis dar, daher der Name BasiK.

Umfrageergebnisse und das Ausprobieren verschiedener Kommunikationsmöglichkeiten leiteten uns zur Entscheidung für ein auditives Feedback der Pflanze, welches durch den Blumentopf ausgegeben wird. Durch Interviews fanden wir heraus, dass die Zielgruppe diese Funktion z. B. nachts als nervig empfinden oder sich sogar davor erschrecken würde. Aus dieser Rückmeldung heraus, entwickelten wir die Lösung durch einen Bewegungsmelder am Topf: Die Pflanze spricht nur dann, wenn sie ein Bedürfnis hat und sich jemand in unmittelbarer Nähe befindet. Damit der Nutzer darauf aufmerksam gemacht wird, dass seine Pflanze sich mitteilen möchte, gibt es zusätzlich optisches Feedback durch einen leuchtenden LED-Ring am Topf. 

Durch die Interviews erfuhren wir außerdem, dass die Personen mehr über die genauen Bedürfnisse ihrer Pflanze erfahren wollen. Dies betrifft nicht nur das Gießen, sondern auch bestimmte Lichtverhältnisse, Temperaturbedingungen und die Beschaffenheit des Bodens. Die Interviewpartner wünschten sich zusätzlich zum Feedback am Topf auch eine Benachrichtigung aufs Handy, wenn sie gerade unterwegs sind und sich nicht direkt um die Pflanze kümmern können. Es wurde auch der Wunsch geäußert, die Sprach- und Leuchtfunktion jederzeit abschalten zu können. Aus diesen Anforderungen heraus, entstand die Notwendigkeit einer App zusätzlich zum Topf. 

Nachdem wir die Aufgabenstellung definiert hatten, wurde es Zeit für die Erstellung erster Prototypen von Topf und App. Mithilfe eines Arduinos im Topf können verschiedene Sensoren die Bodenfeuchte und Lichtverhältnisse messen, ein Bewegungsmelder erkennt Personen in der Nähe und ein DF Player ermöglicht das Sprechen der Pflanze. Zwei Töpfe, die durch einen Ring aus dem 3D-Drucker miteinander verbunden sind, ermöglichen ein sicheres Verstauen der Technik. Ein LED-Streifen im Ring sorgt für das optische Feedback. 

Für die App entwickelten wir Wireframes und holten uns Feedback von Testpersonen ein. Nachdem die Funktionen unserer App angepasst wurden, setzten wir uns genauer mit dem Design auseinander und damit, wie wir eine Verbindung zwischen App und Topf schaffen können. 

Die App greift durch das gewählte Soft-UI die technische Komponente und Optik des Topfes auf. Illustrationen personalisieren die Küchenkräuter und arbeiten ihre Charakterzüge heraus. Wir probierten verschiedene Gesichtsausdrücke und Illustrationsstile aus, bis wir uns für einen Style aus abgerundeten Formen entschieden, der die runde Form des Topfes miteinbezieht. Der Nutzer wird durch das BasiK-System dazu animiert, sich um seine Kräuter zu kümmern. Nebenbei baut er eine Bindung zu ihnen auf. Interviewpartner bestätigten den sozialen Nutzen in Zeiten von Corona.

Dies ist ein Projekt von Sophia Hoffmann, Julia Fickeisen, Lisa Fischle und Lea Hirsch. Der Entwicklungsprozess ist derzeit noch nicht abgeschlossen. Mit dem bisherigen Prototypen sind sind wir sehr zufrieden.