In meinem Erstsemesterprojekt beschäftigte ich mich mit Maltechniken, daraus entstand im Prozess eine neue Art des Dripping. Über die Idee den menschlichen Puls mithilfe eines Subwoofers und Farbe darzustellen kam etwas zustande, dass ich Up-Dripping nenne. Dadurch besteht nun die Möglichkeit, den Moment der Farbbewegung festzuhalten.

Um dies zu realisieren, brachte ich rund um den Subwoofer Plexiglas-Platten an, welche knapp 10 cm überstehen und so als Spritzschutz dienen. Der so entstandene Innenraum, welcher die Membran des Lautsprechers umschließt. wurde zu deren Schutz mit Folie ausgekleidet, so dass flüssige Farbe darauf gegossen werden konnte. Mit Hilfe des Subwoofers spielte ich die BPM 50 bis 120 in Zehnerschritten nacheinander ab. Dies entspricht gesunden Pulswerten (Ruhepuls) für Menschen unterschiedlichsten Alters (mit Ausnahme von Hochleistungssportlern). Zur besseren Unterscheidbarkeit bekam jeder Wert eine andere Farbe.

Ein präparierter Subwoofer zur Herstellung eines sogenannten Up-Dripping

Auf dem Rahmen aus Plexiglas lag ein Brett, an welchem eine etwas kleinere Leinwand befestigt war. Durch die Schwingung der Membran sprang die Farbe. Diese traf auf die von oben herabhängende Leinwand und tropfte teils zurück. Daraus entstand ein buntes Bild ähnlich einem Dripping, wie sie beispielsweise Jackson Pollock anfertigte. Der Künstler des Abstrakten Expressionismus erlangte Weltruhm durch seine neue Technik Farbe auf eine liegende Leinwand zu tropfen. Die in diesem Projekt entstandene Technik bildet die umgekehrte Variante ab, indem die Farbe nach oben gespritzt wird. In Anlehnung an Pollocks Dripping-Technik nannte ich mein Projekt Up-Dripping. 

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