Zeichnen mit der Zeichenfeder

Feder und Tusche werden nicht nur als Handwerkszeug für schriftgrafische Arbeiten sondern auch für detailreiche Zeichnungen verwendet. Meiner Meinung nach eignet sich diese Technik besonders für Blumen, da sie sehr filigran sind. Hier habe ich die heimische Zierpflanze Akelei gezeichnet, sie blüht derzeit in den unterschiedlichsten Farben. Erste Versuche in dieser Zeichentechnik kann man gut mit einer Schreibfeder machen. Für dieses Bild habe ich jedoch eine spezielle Zeichenfedern (siehe Foto) und Tinte verwendet. Wichtig ist, dass das Papier glatt ist, damit es weniger Tinte aufsaugt und die Feder leicht darüber gleiten kann. Neben filigranen Linienzeichnungen kann man besonders tolle Ergebnisse mit Motiven erzeugen, welche durch ihren Umriss wirken.

Buchstaben zeichnen

Das Fach Schriftgrafik war Teil meiner Ausbildung zur staatl. geprüften Grafik-Designerin. Hier lernten wir das akkurate Schreiben verschiedener Schriften wie der Karolingische Minuskel, versuchten uns an Handlettering und anderen Kalligrafietechniken. Je nach Vorhaben bieten sich verschiedene Federn an. Erste Schreibversuche machten wir mit sogenannten Bandzugfedern. Anfangs verwendet man am besten eine etwas stärkere Feder von drei oder vier Millimetern Breite. Den wohl größten Kontrast zu einer filigranen Zeichenfeder bildet die sogenannte Colafeder. Der Name kam dadurch zustande, dass die Feder einfach aus dem Blech einer Coladose ausgeschnitten werden kann. Das Schriftbild ist grob und besonders ausdrucksstark. In meinem Beitrag „Schreiben mit der Colafeder“ stelle ich zwei meiner schriftgrafischen Arbeiten in dieser Technik vor.

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